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»Schlafen kann ich, wenn ich tot bin ...«

Das Leben von Rainer Werner Fassbinder ist untrennbar mit seinem Werk als Regisseur, Autor und Schauspieler verbunden. Dabei wird sein Werk oft als Schablone für die biographische Spurensuche herangezogen. Obwohl also sein Werk den künstlerischen Ausdruck seines Werdegangs darstellt lautet eine weit verbreitete These, dass der Mensch Fassbinder zunehmend und gerade posthum, sein eigenes Werk verdeckt.

Was den Zuschauer begeisterte und nicht selten auch schockierte war das Geheimnis des Menschen, der provokante und dennoch in den Bann ziehende Filme drehte: Dabei stellte er seine Homosexualität offen zur Schau und es war nie ein Geheimnis, dass der Verschleiß seiner selbst, aber vor allem derjenigen, die mit ihm arbeiteten enorm war.

Drehorte wurden nie vorher besichtigt, sondern die Defizite erst später festgestellt. Das sorgte nicht selten für Stresssituationen. Auch sein ständiger Alkoholkonsum während der Dreharbeiten und die Schnelligkeit und Ungeduld mit der er arbeitete, brachte seine Kollegen an den Rand der Verzweiflung. Sein Kameramann Xaver Schwarzenberger sagte einmal über seine Arbeitsweise:

»[...] Er war überhaupt kein sehr geduldiger Mensch [...]. Ungeduld und Fertigwerden-Wollen, das Ding haben und weglegen und das nächste anfangen.«

Alle Fragen, die sich auf sein Werk beziehen sind daher untrennbar mit seinem extremen Lebens- und Schaffensstil verbunden.

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